Aufbohrschutz

Was ist Aufbohrschutz?

Aufbohrschutz bezeichnet gehärtete Stifte und Elemente innerhalb des Schließzylinders, die das Durchbohren mit einem Akkubohrer verhindern. Ohne Aufbohrschutz kann ein Standardzylinder in unter 30 Sekunden zerstört werden.

Umsetzung

  • Gehärtete Kernbohrschutzstifte: Aus Spezialstahl, Bohrer rutscht ab
  • Panzerung des Gehäuses: Stahlhülse im Zylindergehäuse
  • Bodenstifte aus Hartmetall: Widerstand gegen Bohrangriffe von unten

Prüfung

Aufbohrschutz ist ein Merkmal von Zylindern ab VdS Klasse A und wird bei DIN EN 1303 in der Angriffswiderstandsklasse geprüft.

Häufige Fragen zum Aufbohrschutz

Wie erkenne ich, ob mein Zylinder Aufbohrschutz hat?
Von außen leider nicht erkennbar. Achten Sie beim Kauf auf die Angaben: „Aufbohrschutz“, „BKS-Bohrschutz“ oder die Sicherheitsklasse DIN EN 1303 ab Klasse 2. Zylinder unter 15 € haben in der Regel keinen Aufbohrschutz. VdS-zertifizierte Zylinder haben immer Aufbohrschutz.
Kann Aufbohrschutz nachgerüstet werden?
Nein, Aufbohrschutz ist eine Eigenschaft des Zylinders selbst und kann nicht nachgerüstet werden. Die Lösung: Zylinder gegen ein Modell mit Aufbohrschutz tauschen. Außerdem schützt ein Schutzbeschlag (DIN 18257) zusätzlich vor Bohrangriffen.
Schützt ein Schutzbeschlag auch gegen Aufbohren?
Teilweise ja. Schutzbeschläge ab Klasse ES 2 (DIN 18257) haben gehärtete Elemente in der Zylinderabdeckung, die einen Bohrer ablenken. Für optimalen Schutz: Schutzbeschlag ES 2 + Zylinder mit Aufbohrschutz (DIN EN 1303 Klasse 2+).

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