Pilzkopfzapfen sind Verriegelungselemente am Fensterflügel, die sich beim Schließen hinter das Schließstück im Rahmen verhaken. Im Gegensatz zu Standard-Rollzapfen (rund, nur eingedrückt) können sie nicht einfach herausgehebelt werden.
Standard-Rollzapfen vs. Pilzkopfzapfen
Rollzapfen: Runde oder ovale Form, sitzen nur lose im Schließstück → in 10 Sekunden aufhebelbar.
Pilzkopfzapfen: Pilzförmiger Kopf, der sich verkrallt → Aufhebeln erfordert erheblich mehr Kraft und Werkzeug.
Nachrüstung
Kosten: 40–100€ pro Fenster. Empfohlen: vom Fachmann, da die Schließstücke im Rahmen ebenfalls angepasst werden müssen.
Rollzapfen vs. Pilzkopfzapfen im Vergleich
Merkmal
Standard-Rollzapfen
Pilzkopfzapfen
Form
Rund/oval, rollt im Schließstück
Pilzförmiger Kopf, verhakt sich
Aufhebelzeit
10 Sekunden
Mehrere Minuten
Werkzeug nötig
Schraubenzieher reicht
Brecheisen erforderlich
RC-Eignung
Keine
Ab RC 2
Nachrüstkosten
—
40–100 €/Fenster
Zapfenformen im Querschnitt
Häufige Fragen zu Pilzkopfzapfen
Kann ich Pilzkopfzapfen nachrüsten lassen?
Ja, bei den meisten Fenstern ist eine Nachrüstung möglich. Ein Fachmann tauscht die Rollzapfen gegen Pilzkopfzapfen und passt die Schließstücke im Rahmen an. Kosten: 40–100 € pro Fenster, je nach Größe und Zapfenanzahl.
Wie viele Pilzkopfzapfen braucht ein Fenster?
Für RC 2 sind mindestens 4–6 Pilzkopfzapfen pro Fensterflügel erforderlich, gleichmäßig verteilt an allen vier Seiten. Bei großen Fenstern oder Balkontüren können es 8 oder mehr sein. Die Scharnierseite wird oft vergessen — auch dort sollten Zapfen sitzen.
Was bringt mehr: Pilzkopfzapfen oder absperrbare Griffe?
Pilzkopfzapfen sind deutlich effektiver. Ein absperrbarer Fenstergriff schützt nur gegen das Öffnen von innen (z.B. durch zerbrochenes Glas), aber nicht gegen Aufhebeln. Über 80 % aller Fenstereinbrüche erfolgen durch Aufhebeln — genau das verhindern Pilzkopfzapfen.